Das Drama um die Kuh auf der Straße

Hamburg-Barmbek 2008/2009 – Wir kennen sie schon lange, die Kuh, die friedlich vor der Konditorei Weber steht. Sie steht einfach nur da, macht nichts, belästigt auch niemanden. Und das gute, sie kommt ganz ohne Futter aus. Aber leider gibt sie auch keine Milch. Sie steht einfach nur da. Doch damit ist es jetzt aus.

Aus dem Barmbeker Wochenblatt habe ich jetzt erfahren, dass die Kuh Ausgehverbot hat. Leider habe die ihre Artikel nicht online, aber die Hamburger Bild, als auch hh-heute.de helfen da gerne aus.

Der BOD, auch Behördlicher Ordnungsdienst genannt, hat in einer übereilten Aktion ruppig und äusserst unfreundlich der Besitzerin der Konditorei mitgeteilt, dass die Kuh sofort zu verschwinden hat.

Das Bezirksamt weisst nach einer Beschwerde auf die Gefahr für den Verkehr hin. Anscheinend kennt sich die Bezirksamtsleitung in ihrem Bezirk nicht aus. Der Bürgersteig ist hier so breit, dass nicht nur die Kuh, Fußgänger, Radfahrer und Parker mit ihrem Auto Platz haben. Oft passt sogar noch ein zweites Auto daneben – dagegen wird nichts unternommen. Es wäre sogar noch Platz für zusätzliche Kühe. Aber man bleibt dabei, die Kuh muss wegbleiben. Man sieht beim Bezirksamt wohl auch nicht ein, dass man, wenn man erst mal eine Entscheidung getroffen hat, diese wieder revidieren kann. Und man hält es anscheinend nicht mal für nötig, sich bei der Besitzerin, der man sogar nicht glaubte, die Besitzerin der Konditorei zu sein, zu entschuldigen.

Doch was passiert nun? Die Kuh scheint erst mal in einer Art Protestaktion zu wandern. Erst stand sie über der Konditorei auf dem Balkon mit einem Plakat geschmückt. “Freiheit für die Kuh” wurde da propagandiert. Dann stand sie in einem nahegelegenen Modegeschäft im Schaufenster. Und jetzt ziert sie den Blumenladen um die Ecke. Auf der Straße natürlich.

Möge die Kuh noch lange zum Straßenbild von Barmbek beitragen.

3 Kommentare zu “Das Drama um die Kuh auf der Straße”

  1. Michael Lica

    Die Kuh hat sich wohl entschieden dort hin zu gehen wo man sie bestimmt ganz doll lieb hat. In den Kindergarten. Sie steht zu Zeit im Fenster der Monster AG in der Hellbrookstraße 17

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