Mac OS X 10.5 Leopard
Seit einiger Zeit benutze ich ein MacBook. Ich muß zugeben, ich war mit meinem alten Linux-Rechner mit Ubuntu sehr zufrieden. Aber als mein Schatz ein MacBook nach Hause schleppte – oder von UPS schleppen liess – wollte ich auch eins. Geniale Tastatur, wunderbares GUI mit Funktionalen Teilen, von denen ich noch nicht mal wusste, dass ich sie vermisste. Spotlight z.B.
Nun war es soweit, dass eine neue Version von Mac OS auf den Markt kam. Der Leopard. Lange drucksten wir uns drum herum. Endlich kaufen wir ihn. Ja, ich muss beschäment anmerken, dass ich, ein Linux-Jünger, ein Betriebssystem kaufte. Aber was solls, gute Leistungen sollen auch honoriert werden.
Dann die Installation. Alles wunderbar. Etwas über eine Stunde, ok, das gab es schon schneller, aber wir wollen mal nich so sein. Bootmanager installiert, parallel Ubuntu als “Paranoiasystem”. Schön. Inzwischen frage ich mich wieder, warum ich für ein Betriebssystemupdate bezahlt habe.
Was mich an Leopard reizte: Ich wollte Time Machine nutzen. Eine von Klang her richtig gute Backup-Lösung. Ausserdem versprach es einige Neuerungen, die nicht schlecht klangen.
Was davon blieb: Time Machine funktioniert nicht. Nein, so kann man es nicht sagen. Time Machine funktioniert nicht mit NFS-Freigaben. Warum? Wollen sie ihre Time Capsule verkaufen? Ok, hat Apple auch nie für das Release versprochen. Erst mit 10.5.2 – sollte schon seit einer Woche veröffentlicht sein – soll es funktionieren. Wäre nicht das Problem, kann ich gerne warten. Wenn denn nur NFS funktionieren würde. Warum schafft es Apple mit jedem zweiten Update, ihren NFS-Client zu verhauen? Was ist daran so schwer? Mounten geht noch. Dann, Files vom Share runterkopieren auch. Draufkopieren nicht, da trennt Mac OS jedesmal wieder die Verbindung. Warum? Keine Ahnung, Timeout oder was auch immer. Beim Löschen ab und zu das selbe. Wie auch immer, unbrauchbar. Mit dem nächsten Patch soll es behoben sein. Vielleicht.
Inzwischen war ich schon am zweifeln und überlegte, ob ich nicht wieder komplett auf Ubuntu umsteigen sollte. Was mich bis jetzt daran hindert? Meine Buch-Datenbank. Booxter ist neben dem BookCollector bis jetzt das beste Tool, das ich dafür gefunden habe. Ausser dem ist die Anti-Spam-Integration in Mail die beste, die ich bisher hatte, wobei ich aktuelle Versionen von SpamAssasin in Evolution oder anderen Mail-Clients von Linux nicht beurteilen kann. Ja, und das wars auch schon für mich. Also bleibe ich bei Mac OS und hoffe auf Abhilfe. Was bleibt? Das hoffen auf eine Buchdatenbank-Software, die es für Mac OS und Linux gibt, einfach nur geil ist und auf einen gemeinsamen Datenbestand zugreift. Dann, spätestens dann bin ich bestimmt wieder bei Linux. Ach, mein Schatz würde sich noch MacGourmet für Linux wünschen. Bis dahin…
Max OS X 10.5.1 Leopard ist ein Griff in die Tonne. aber wie heisst es so schön. Die Hoffnung stirbt zuletzt…